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Regionalität und Herkunft

Einleitung

In necta wurde als Standardfunktionalität ein neues Modul zur Ausweisung der Herkunft der eingekauften und verarbeiteten Waren programmiert.

Die Hauptziele dieses Moduls sind

  • Informationen über Herkunft der Waren für den Endverbraucher bzw. Erbringung der Ausweisung der Herkunftsplicht für bestimmte Lebensmittelgruppen durch den Erzeuger.
  • Monitoring und Auswertung des Einkaufsverhaltens des eigenen Betriebes bezogen auf Regionalität und Herkunft

Definitionen

NUTS

Für die Umsetzung obiger Ziele stützt necta sich zur Bestimmung der Herkunft auf das System NUTS der EU.

Info

NUTS (französisch Nomenclature des unités territoriales statistiques) bezeichnet eine hierarchische Systematik zur eindeutigen Identifizierung und Klassifizierung der räumlichen Bezugseinheiten der amtlichen Statistik in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Sie lehnt sich eng an die Verwaltungsgliederung der einzelnen Länder an. In der Regel entspricht eine NUTS-Ebene einer Verwaltungsebene oder einer räumlichen Aggregation von Verwaltungseinheiten.

Quelle: Wikipedia

NUTS umfasst also die dzt. 27 EU-Mitgliedsstaaten, die aktuellen Beitrittskandidaten sowie die EFTA-Staaten (z.B. Schweiz, Liechtenstein,..)

Die NUTS-Hierarchie umfasst vier Ebenen:

  • NUTS-0: Länder (27)
  • NUTS-1: Regionen (104)
  • NUTS-2: Verwaltungseinheiten (281)
  • NUTS-3: Bezirke (1348)

Jede Einheit wird durch einen eindeutige NUTS-Code identifiziert wird.

Zusätzlich gibt es für alle oben nicht spezifizierten Länder die allgemeinen Region "NUTS-NONEU" (necta-Code "N0") für definierte Nicht-EU-Länder sowie "NUTS-WORLD" (necta-Code "W0" für weltweit.

Beispiel:

Ebene Bezeichnung Code
NUTS-0 Österreich AT
NUTS-1 Westösterreich AT3
NUTS-2 Salzburg Land AT32
NUTS-3 Salzburg Stadt AT323

Mit Ausnahme von Griechenland ist der NUTS-Code eines Landes immer gleich dem Alpha-2-Code der ISO-Code-Liste 3166-1. Auf welcher NUTS-Ebene eine Region angesiedelt ist, lässt sich anhand der Länge des Codes ablesen (2, 3, 4 oder 5 Stellen für Ebene 0, 1, 2 bzw. 3).

NUTS-Regionen Österreich (Ebenen 1, 2 und 3)

{% embed url="https://de.wikipedia.org/wiki/NUTS:AT#/media/Datei:%C3%96sterreich_-_NUTS1,_NUTS2,_NUTS3.png" %}

NUTS-Regionen Deutschland (Ebenen 1 und 2)

{% embed url="https://de.wikipedia.org/wiki/NUTS:DE#/media/Datei:Deutschland_NUTS1_und_NUTS2.png" %}

Begriff "Regionalität"

Die Regionalität definierte sich in necta aus den geografischen Lagen von Lieferant, Ursprung und Herkunft jeweils in Beziehung zum verarbeitenden Betrieb gesehen.

Begriff "NUTS-Nachbarn"

Als NUTS-Nachbarn gelten Regionen die über eine gemeinsame Grenze verfügen.

Nachbarschaftsrelationen sind immer in Bezug zur Definition der eigenen Region zu betrachten. Die Nachbarn können maximal den NUTS-Level der eigenen Region haben.

Anwendung

Basisdaten

In Phase 1 wurden die DACH-Länder (Deutschland, Österreich, Schweiz) sowie Ungarn - in allen Hierarchiestufen - in die zentrale necta-Datenbank eingespielt. Weitere Länder sind in Arbeit.

Einrichtung

Verwaltung - Grundeinstellungen - Mandant

Damit die im Weiteren des Dokuments beschriebenen Funktionen zur Ermittlung der Regionalität bei Ihrem Mandanten wirksam werden, ist es notwendig, für den Einkauf die Einstellungen zu treffen, wie Ihr Betrieb den Begriff "regional" einschränkt.

Warning

Zumindest eine der drei nachfolgend beschriebenen Primäreinstellungen für den Regionalitätslevel muss gesetzt sein, damit die Features aktiviert werden.

Regionalitätslevel für Lieferanten

Hier kann als primäre Auswahl die NUTS-Ebene eingestellt werden, bis zu der ein Lieferant als regional gilt, z.B. gelten bei Auswahl der NUTS-Ebene 0 alle Lieferanten des eigenen Landes als regional.\ Die Auswahl kann entsprechend feingliedriger eingestellt werden, bis zu dem Level, dass nur Lieferanten des eigenen Bezirks (NUTS-Ebene 3) als regional gelten.

"--keine Auswahl--" bedeutet, dass diese Kriterium bei der Ermittlung der Regionalität unberücksichtigt bleibt.

Die Ebenen NUTS-WORLD und NUTS-NONEU sind nicht auswählbar, weil diese ein gesamtes ausländisches Territorium beschreiben und somit nicht mehr als regional angesehen werden können!

Nachbarschaftsregionalitätslevel für Lieferanten

Hier kann die NUTS-Ebene eingestellt werden, ob zusätzlich zur primären Auswahl der eigenen Region noch Lieferanten aus benachbarten NUTS-Regionen als regional einzustufen sind.

Zur Ebene kann zusätzlich noch die Option "erweitert" gewählt werden. D.h., dass Lieferanten aus Regionen der ausgewählten Ebene des benachbarten Auslands ebenfalls noch als regional zu bewerten sind.

"--keine Auswahl--" bedeutet, dass diese Kriterium bei der Ermittlung der Regionalität unberücksichtigt bleibt.

Regionalitätslevel für Herkunft

Hier kann als primäre Auswahl die NUTS-Ebene eingestellt werden, bis zu der die Herkunft eines Artikels als regional gilt. Unter Herkunft eines Artikels versteht man die Region, wo z.B. ein Tier aufgewachsen ist, Gemüse, Obst oder Gewürze gewachsen sind oder woher die Primärzutat eines Lebensmittels stammt.

"--keine Auswahl--" bedeutet, dass diese Kriterium bei der Ermittlung der Regionalität unberücksichtigt bleibt.

Die Ebenen NUTS-WORLD und NUTS-NONEU sind nicht auswählbar, weil diese ein gesamtes ausländisches Territorium beschreiben und somit nicht mehr als regional angesehen werden können!\

Nachbarschaftsregionalitätslevel für Herkunft

Hier kann die NUTS-Ebene eingestellt, ob zusätzlich zur primären Auswahl der eigenen Region noch Artikel aus benachbarten NUTS-Regionen als regional einzustufen sind.

Zur Ebene kann zusätzlich noch die Option "erweitert" gewählt werden. D.h., dass Artikel aus Regionen der ausgewählten Ebene des benachbarten Auslands ebenfalls noch als regional zu bewerten sind.

"--keine Auswahl--" bedeutet, dass diese Kriterium bei der Ermittlung der Regionalität unberücksichtigt bleibt.

Regionalitätslevel für Ursprung

Als Ursprung eines Artikels wird immer nur das Land angegeben, in dem der Artikel hergestellt wurde. Hier kann deshalb als primäre Auswahl nur die NUTS-Ebene 0 eingestellt werden.\ D.h. Auswahl NUTS-Ebene 0 bedeutet, dass alles was im eigenen Land hergestellt wurde, als regional gilt.

"--keine Auswahl--" bedeutet, dass diese Kriterium bei der Ermittlung der Regionalität unberücksichtigt bleibt.

Aufgrund der ohnehin schon gegebenen Großflächigkeit für die Regionalität gibt es bei diesem Kriterium keine zusätzliche Auswahl für die Nachbarschaftsbeziehung.

Herkunft aus Lieferscheinen in Atikelstammdaten nachführen

Ist diese Option gesetzt, werden beim Speichern eines Lieferscheins die manuellen Eingaben des Anwenders bezüglich der Herkunft in den Lieferantenartikel nachgeführt werden.

Prozentsatz für automatische Setzung des Regional-Kennzeichens

Hier kann ein Prozentsatz eingestellt werden, ab dem eine Speise als "regional" gekennzeichnet werden soll. Das bedeutet: Beim Rechnen einer Speise werden deren Zutaten gewichtsmäßig bewertet und die Summe der regionalen Zutaten der Summe aller Zutaten gegenübergestellt. Übersteigt der regionale Anteil den oben eingestellten Wert, erhält die Speise die Kennung "regional". Ist kein Wert vorbelegt, wird systemisch 95% als Grenzwert angenommen.

Stammdatenerweiterungen

Einkaufsprodukte - Kennzeichnungsklasse

Es gibt länderspezifische resp. nationale Verordnungen und Gesetze, wonach Betriebe verpflichtet sind, dem Konsumenten für bestimmte Lebensmittelgruppen die Herkunft auszuweisen. Zu diesem Zweck kann optional bei jedem Einkaufsprodukt eine Kennzeichnungsklasse zugeordnet werden.\ Der mögliche Wertebereich ist vorgegeben mit

  • Fleisch
  • Milch
  • Eier
  • Fisch
  • Obst
  • Gemüse

Info

Fleisch, Milch und Eier sind in Österreich für Betriebe in der Gemeinschaftsverpflegung ausweisungspflichtig, Fisch, Obst und Gemüse können zusätzlich freiwillig ausgewiesen werden.

Die Logik zur Ermittlung der Herkunft für eine Speise ist weiter unten beschrieben. An dieser Stelle sei erwähnt, dass bei der Speise die Herkunft nur für nur jene Kennzeichnungsklassen berechnet werden, für die hier Zuordnungen erfolgt sind. D.h. wird keinem einzigen Einkaufsprodukt die Kennzeichnungsklasse "Fisch" zugewiesen, wird auch niemals beim Rechnen einer Speise die Herkunft für Fisch ermittelt.

Einkaufsprodukte - NUTS-Region der Herkunft

Die Stammdaten eines Einkaufsprodukts wurden als Erweiterung für das Textfeld „Herkunft“ um die NUTS-Region für die Herkunft erweitert.

/*Screenshot*/

Diese kann vom Anwender über eine DropDown-Auswahl manuell gesetzt werden oder aus einem Lieferschein von einem verknüpften Lieferantenartikel übernommen werden.

NUTS-Region des Lieferanten

Die Lieferantenadressdaten wurden für den Anwender sichtbar um die Kennung „NUTS-Region“ erweitert. Aufgrund der Länderkennung und der Postleitzahl wird systemisch die NUTS-Region der kleinstmöglichen Ebene ermittelt und angezeigt. D.h. für einen Lieferanten aus einem EU-Land ist das ein Eintrag der NUTS-Ebene 3, für Lieferanten außerhalb der EU "NUTS-WORLD" oder "NUTS-NONEU".

NUTS-Region der Kostenstelle

Die Kostenstellenadressdaten wurden für den Anwender sichtbar um die Kennung „NUTS-Region“ erweitert. Aufgrund der Länderkennung und der Postleitzahl wird systemisch die NUTS-Region der kleinstmöglichen Ebene ermittelt und angezeigt.

Lieferantenartikel - NUTS-Region der Herkunft

Die Stammdaten eines Lieferantenartikel wurden als Erweiterung für das Textfeld „Herkunft“ um die NUTS-Region für die Herkunft erweitert.

Aktuell führt jedoch von den in necta umgesetzten Artikelstammformate nur das necta-Standardschema diese Informationen. Bei den übrigen Standardformaten werden lediglich (maximal) der Name des Herstellers, das Ursprungsland und die Herkunft als Freitext übergeben.

Info

Das necta-Standardschema für den Artikelimport wurde wie oben erwähnt bereits um die NUTS-Region der Herkunft erweitert. Parallel dazu gibt es einen Arbeitskreis mit GS1-Austria zur Erweiterung des EDIFACT D01B-Formats. Diesbezüglich gibt es ein Aviso, die NUTS-Region der Herkunft in Kürze zu implementieren.

Zur zwischenzeitlichen Umgehung der fehlenden Datenbereitstellung kann bei jedem Artikel die NUTS-Region der Herkunft manuell in einem zusätzlichen Feld hinterlegt werden. D.h. es gibt je Artikel zwei Felder für die NUTS-Region der Herkunft, eines, das vom Lieferanten befüllt und künftig über die Artikelstammschnittstelle übergeben werden wird und eines, das vom necta-Anwender für den eigenen Mandanten eingegeben werden kann.

Lieferantenartikelliste

Diese mandantenspezifische Eingabe bleibt auch bei einer wiederholten Übertragung dieses Artikels durch den Lieferanten erhalten und hat bei der Übernahme in ein Grundprodukt im Zuge des Wareneingangs Priorität vor dem Lieferantenwert.

Beispiel: Lieferant schickt bei Artikel „Spargel“ keine NUTS-Region bezüglich Herkunft. Der Anwender hinterlegt bei diesem Artikel im mandantenspezifischen Feld „Herkunft NUTS-Region eingegeben“ den Wert „AT122“. In einem Artikelupdate schickt der Lieferant für diesen Artikel zur Herkunft die NUTS-Region „AT12“. In Folge wird diese Info in das Lieferantenfeld übernommen, aber es bleibt parallel auch die Info „AT122“ erhalten und wird bei Eingabe eines Lieferscheins weiterhin priorisiert und in das verknüpfte Grundprodukt übernommen. Erst wenn die Info „AT122“ aus dem mandantenspezifischen Feld wieder gelöscht wird, kommt beim Speichern des nächsten Lieferscheins der Wert „AT12“ des Lieferanten zum Zug.

Bewegungsdaten

Produktsuche - Einkaufsprodukte

In der Produktsuche steht die Option „regional“ zur Verfügung.\ Für Einkaufsprodukte gibt es nur eine „Wahr“-Suche, d.h. ist die Suchoption „regional“ gesetzt, werden alle Einkaufsprodukte mit der Eigenschaft „regional“ gefunden, ist die Option nicht gesetzt, werden alle Einkaufsprodukte (regional und nicht regional) gefunden.

Produktsuche - Verkaufsprodukte

In der Produktsuche stehen die Option „regional“ und ein zusätzliches Filterkriterium für den Prozentsatz zur Verfügung. Es gibt eine „Wahr“-Suche, d.h. ist die Suchoption „regional“ gesetzt, werden alle Speisen mit der Eigenschaft „regional“ gefunden. Ist die Option nicht gesetzt, werden alle Speisen (regional und nicht regional) gefunden. Zusätzlich kann auf den Prozentsatz der Regionalität eingeschränkt werden, d.h. alle Speisen müssen einen prozentuellen Anteil an regionalen Zutaten größer oder gleich x Prozent haben.

Automatisches Setzen der „Regional“-Kennung beim Wareneingang

Beim Import oder manuellem Erstellen eines Lieferscheins wird zu jeder Position die NUTS-Region der Herkunft vorbelegt, sofern diese beim Artikel verfügbar ist (entweder bereitgestellt durch den Lieferanten oder vom necta-Anwender hinterlegt).

Andernfalls besteht für den Anwender die Möglichkeit die fehlenden Werte je Lieferscheinposition manuell zu befüllen. Zu diesem Zweck kann vom Anwender als Eingabehilfe aus einer DropDown-Liste die NUTS-Region ausgewählt werden.

Als visueller Hinweis, dass bei einem Artikel für die Herkunft die NUTS-Region notwendig ist, wird bei der Zeile ein entsprechendes Rufzeichen-Symbol angezeigt. Kriterium für die Anzeige ist, dass das verknüpfte Produkt in den Stammdaten als ausweisungspflichtige Zutat gekennzeichnet wurde. Gibt der Anwender keinen Wert ein, wird dies mit "Herkunft unbekannt" gleichgesetzt. Der Lieferschein lässt sich aber dennoch speichern, damit die Lagerbuchungen erfolgen können.

Die manuell befüllte NUTS-Region wird, wenn die entsprechende Mandanteneinstellung gesetzt ist, in den Artikel nachgeführt. Ansonsten gilt die Eingabe speziell nur für diesen einen Lieferschein.

Beim Speichern des Lieferscheins auf das Lager wird für jeden Artikel automatisch ermittelt, ob die Bedingungen für die Regionalität lt. Definition in den Grundeinstellungen erfüllt sind. Wenn ja, wird die Kennung „Regional“ sowohl in der Lieferscheinzeile gesetzt, als auch beim verknüpften Einkaufsprodukt nachgeführt. Dabei muss gelten, dass für alle definierten Kriterien (Lieferant, Ursprung, Herkunft) die Bedingung erfüllt ist, dass diese im Bezug zur belieferten Hauptkostenstelle als regional einzustufen sind.

Für spätere Auswertungen des Einkaufsverhaltens wird die Kennung „regional“ in der Lieferscheinzeile gespeichert.

Warning

Dem Anwender muss bewusst sein, dass bei der nächsten Lieferscheinbuchung die Regional-Kennung des Einkaufsprodukt durch den Kauf eines anderen Artikels wieder geändert werden kann und sich damit auch auf die Restbestände des Produkts vererbt.

Ermittlung der Regionalkennung von Speisen

Beim Speichern einer Speise (oder eine Getränks), werden die Zutaten bis zur untersten Ebene aufgelöst und für jede Zutat das Rohgewicht ermittelt.

Die Summe des Gesamtgewichts der regionalen Zutaten wird dem Gesamtgewicht aller Zutaten gegenübergestellt und prozentuell bewertet. Der Prozentwert wird gespeichert und in der Lasche Spezifikation des Verkaufsprodukts anzeigt. Übersteigt der Wert den in den Grundeinstellungen für „Regional“ definierten Wert, dann wird automatisch der Haken „regional“ gesetzt. (Anm.: Diese Kennung kann nicht manuell gesetzt werden.)

Beim Speichern eines Generierten Menüs im Menüplan passiert die gleiche Berechnung, wie für eine Speise: Aus der Menge der Komponenten wird der Regionalwert für die Verpflegsart ermittelt.

Wenn im Header-Panel der Tagesansicht auf die Anzeige "Attribute" umgeschaltet wird, werden bei der Verpflegsart sowie den einzelnen Komponenten die Kennung für "regional" und auch der berechnete Prozentsatz angezeigt.

Herkunft von ausweisungspflichtigen Lebensmitteln

Parallel dazu wird für die ausweisungspflichtigen Lebensmittelkennzeichnungsklassen (Fleisch, Milch, Ei) resp. die freiwillig ausgewiesenen (Fisch, Obst, Gemüse) jeweils die Herkunft ermittelt, und zwar für jede Klasse getrennt. Diese Werte werden ebenfalls gespeichert und in der Lasche Spezifikation angezeigt.

Die Ermittlung der Werte geschieht nach folgender Logik:

Gibt es aus einer Kennzeichnungsklasse im Rezept nur eine Zutat, dann ist die Herkunft auch für das Rezept die NUTS-Ebene dieser Zutat. Gibt es aus einer Klasse mehrere unterschiedliche Zutaten, dann ist die Herkunft im Rezept der kleinste gemeinsame Nenner aus deren NUTS-Regionen.\ Diese Logik kann über beliebig viele Hierarchiestufen nach oben abgebildet werden.

Wenn bei Zutaten in Speisen, die der verpflichtenden Herkunftskennzeichnung unterliegen, keine gesicherten Daten über die Herkunft vorliegen (beispielsweise bei „vorpaniertem Fertigschnitzel“ oder unverpackt verkauftem Frischfleisch), besteht im Einzelfall die Möglichkeit auf die Angabe „Herkunft unbekannt“ zurückzugreifen. (Quelle: Erläuterungen Herkunft Gemeinschaftsverpflegung mit Nabe).

Bei der Ermittlung des kleinsten gemeinsamen Nenners kann in diesem Fall das Ergebnis nur „Herkunft unbekannt“ (necta-interner Code "U0") lauten.

Beispiele:

Gleiches, wie für die Speisen, gilt für die Generierten Menüs eines Menüplans. Mit dem Speichern wird für jedes Menü (Verpflegsart) über die Summe der Komponenten die Herkunft nach NUTS ermittelt.

Falls für die Speise/das Generierte Menü eine Herkunft für eine Lebensmittelkennzeichnungsklasse ermittelt wurde, die aus Konsumentensicht nicht relevant ist (z.B. die Eier für die Panier beim Schnitzel) kann der Anwender manuell eine Kennung setzen, dass für diese Klasse keine Ausweisung erfolgen soll.

Diese Kennung bleibt auch bei einem neuerlichen Speichern bestehen und kann auch nur manuell wieder entfernt werden. Außerdem wird die Kennung in den entsprechenden Druckdatenströmen mitgeliefert, sodass die Ausgabe in den diversen Informationsmedien für den Endverbraucher unterdrückt werden kann.

Datenströme

Die Informationen bezüglich Regionalität (Kennungen und Prozentsätze) stehen in allen List\&Label-Datenströmen, welche Daten zu eindeutig identifizierten Produkten und deren Eigenschaften liefern (Wochenmenüplan, Behälteretiketten, Verkaufslisten, …) zur Verfügung.

Bei Produkten, die ausweisungspflichtige Lebensmittel enthalten, wird zusätzlich die Herkunft für die einzelnen Klassen übergeben, inklusive der evtl. gesetzten Kennung über eine nicht gewünschte Ausweisung einer Klasse für den Verbraucher.

Webservices

Die Informationen bezüglich Regionalität (Kennungen und Prozentsätze) stehen in den Webservices "Wochenmenüplan" und "Verkaufslisten" bei den exportieren Produkten zur Verfügung.

Bei Produkten, die ausweisungspflichtige Lebensmittel enthalten, wird zusätzlich die Herkunft für die einzelnen Klassen übergeben, inklusive der evtl. gesetzten Kennung über eine nicht gewünschte Ausweisung einer Klasse für den Verbraucher.

Auswertungen und Statistiken

Über die Controller-Funktion „Einkaufsstatistik“ ist es über die necta-Standardfunktionalität möglich, eine artikel- und datumsbezogene Aufstellung aller Lieferantenlieferungen zu erstellen.

In dieser Aufstellung wird auch die in den Lieferscheinpositionen ermittelte Kennung "regional" mitgeliefert. Wie bereits erwähnt, kann derselbe Artikel beim Kauf einmal regional sein und ein anderes Mal nicht, weil er bei einem anderen Lieferanten aus einer anderen NUTS-Region bezogen wurde. Diese „Momentaufnahmen“ werden im Lieferschein mitgespeichert und können in der Auswertung entsprechend gruppiert werden.

Der List\&Label-Datenstrom für die Einkaufsstatistik ist die Kennung „regional“ ebenfalls verfügbar. Somit sind über einen List\&Label-Report weitere Auswertungen und Rechenoperationen für diese Kriterium möglich und das wahlweise bezogen auf das Gewichts- und/oder das Preisvolumen.